Über die Einzelheiten der langen Reise mit schwer beladenem Auto und Anhänger werde ich nicht fiel Berichten. Unsere erste Übernachtung haben wir ungeplant bei Poltawa gemacht. Mit Lobliedern am Lagerfeuer beendeten wir den Tag.

  Dem Herzlichem Empfang der Freunde in Rubeschnoe sind wir Dankbar. Ihre Freudige Aufnahme und Hilfsbereitschaft hat uns ermutigt gleich weiter zu Fahren bis zur Staniza Luganskaja. Wir wurden bei einigen Familien untergebracht, die uns mit Frühstück, Abendbrot und einem Nachtlager versorgten. Tagsüber waren wir im Einsatz in einem großen Zelt, das uns Oleksandra, ein Kaplan, zur Verfügung stellte.

  Das Zelt stand auf einem großen Platz, direkt am Grenzübergang zu Lugansk, und zu manchen Zeiten wollten so viele Menschen die Grenze passieren, dass der Platz schier aus den Nähten platzte.

  Durch die Kontrollen mussten die Menschen viele Stunden auf dem großen Platz unter Heiser Sonne ausharren. Wir nutzten diese Gelegenheit, schlossen im Zelt Lautsprecher an und sangen von Früh bis zum späten Nachmittag christliche Lieder, Predigten, führten Gespräche mit bekümmerten Menschen und teilten die mitgebrachten Traktate und Getränke aus.

  Mit vielen Menschen konnten wir reden, ihnen von Gott und Gottes Liebe zeugen. Verbitterung, Verzweiflung und tiefes Elend stand den Menschen regelrecht ins Gesicht geschrieben. Manche Menschen öffneten sich und berichteten unter Tränen über ihr Leid.

  Am späten Nachmittag veranstalteten wir Hauskreise, die Oleksandra organisierte. Es waren schöne segensreiche Stunden in sehr einfachen Verhältnissen, aber mit dankbaren und lieben Herzen, die das Wort mit Freude aufnahmen.

  Wir besuchten auch das Dorf Schirokoe, wo etliche Frauen mit Kindern zusammenkamen. Dort herrschte sehr große Armut. Wir teilten uns auf, so dass unsere Männer mit Nadja und Sweta Kinderarbeit leisteten, also Lieder sangen, mit den Kindern Fragen besprachen, spielten und schließlich Geschenke austeilten. Währenddessen sprachen Oleksandra und ich mit den Frauen über Gott und sein Wort. Es gibt einen großen Bedarf an geistiger Arbeit.

  Während unserer Unterhaltung konnten wir sehen wie Gott durch das wirken seines Geistes Verzweifelte, Ängstige und zerschlagene Menschen wider Aufbaute, sie Freudiger wurden, neue Kraft und Hoffnung bekamen.