Unser Einsatzteam bestand diesmal aus 5 Personen: 4 Rehabilitanden und ich.

  Wir möchten allen den herzlichsten Dank aussprechen, die die Fahrt möglich gemacht haben mit Spenden, Sachen und mit Gebetsunterstützung.

  Wir haben uns folgende Ziele gesetzt:

  1. Die Staniza Luganskaja zu besuchen und dort das Zelt am Grenzübergang zu Evangelisationszwecken zu nutzen, Hauskreise besuchen und einem älterem Ehepaar materielle Hilfe erweisen

  2. Am Sonntag die Gemeinde in Rubeschnoe besuchen und die Verwundeten im Militärlazarett.

  3. Am folgendem Montag nach Trechisbenka fahren und dort mit den bekannten Menschen in Kontakt zu treten und evangelisieren. Nach Möglichkeit wollen wir die Soldaten besuchen.

  Es ist nicht alles so gelaufen wie wir es wollten. Es war auch diesmal nicht einfach, die Aufgaben zu erfüllen. Deswegen ein ganz besonderer Dank unserem himmlischem Vater, der das Wollen, aber auch das Vollbringen gesegnet hat.

  Bei unserem Besuch im Sommer hat man uns gebeten, einem älteren Ehepaar beim umdecken des Daches zu helfen. Das Haus und insbesondere das Dach wurden durch Detonationen stark beschädigt. Das Feuer hat auch etliche Holzteile beschädigt. Damals fehlten noch Dachbalken und das Gerüst. Man hat uns versprochen, alles zu besorgen. Leider fehlte das Gerüst.

  Nun empfanden wir es als Pflicht, den Menschen zu helfen. Es war nicht einfach das Dach bei einer Firsthöhe von 9 Meter umzudecken. Dazu kam noch der Regen und die Hervorsage eines Gewitters. Wir haben Gebetet um Bewahrung und Gottes Segen und haben mit der Arbeit begonnen.

  Das ältere Ehepaar war sehr dankbar für die Hilfe. Sie konnten nicht glauben, dass ihnen geholfen wurde. Als sie erfuhren, dass die Helfer ehemalige Kriminelle waren, waren sie fassungslos und hielten es für ganz unmöglich.

  Wir haben etliche Stunden des Tages genutzt um im Zelt zu Evangelisieren und auch den Hauskreis konnten wir besuchen.

  In Fünf Tagen haben wir die Arbeit mit Gottes Hilfe am Samstagabend beendet. Am Sonntag konnten wir eine Gemeinde in Rubeschnoe besuchen und von den Wundern und der Hilfe Gottes berichten. Die Gemeinde hat uns wohlwollend aufgenommen, für weitere Besuche eingeladen und Herzliche Grüße übergeben. Sonntagsnachmittag haben wir eine Gruppe von Kindern und Frauen im Dorf Schirokoe besucht.

  Die Umgebung war sehr düster und bedrückend. Die Armut dort ist sehr erschütternd. Die Unterhaltung mit den Kindern und den Frauen aber war Herzlich. Lieder wurden gesungen, biblische Geschichten erzählt und gebetet. Zum Abschluss verteilten wir Süßigkeiten und kleine Geschenke.

  Aus Dankbarkeit und Freude haben die Kinder beim Abschied die Rehabilitanden umarmt, so dass diesen rauen, hartgesottenen Männern Tränen in den Augen standen.

  Zum Abendbrot lud uns Oleksandra zu sich ein, wo wir den Tag noch im kleinen Kreis mit Dankliedern abschlossen. Für die kommenden drei Tage sind wir in der Staniza geblieben, haben dort noch bei einer Witwe am Dach Reparaturen vorgenommen. In diesem Haus waren wir zur Übernachtung untergebracht und können es auch in Zukunft nutzen. Die Frau hat die Hilfe nicht erwartet, sie wahr sehr Dankbar.

  Während des Aufenthalts in der Staniza waren wir bei zwei Frauen, Witwen Marinka und Sina, untergebracht, die sich sehr gut um unser wohl kümmerten. Im Haus von der Sinaida haben wir geschlafen und Marinka hat uns mit Speise versorgt. Wir sind ihnen dafür dankbar. Am Mittwoch fuhren wir nach Rubeschnoe. Abends gab es eine herzliche Gemeinschaft mit den Geschwistern.

  Am nächsten Morgen sind wir bei der Rückfahrt nach Konstantinowka gefahren, wo wir eine Begegnung mit der Schwester von Igor hatten.

  Es war eine drei stündige Unterhaltung mit guten Gesprächen, mit Lobpreis und abschließendem Gebet. Die Rückfahrt dauerte dann noch den Rest des Tages und die ganze Nacht. Aber wir sind gut und mit dankbaren Herzen in Turja angekommen. Der Einsatz ist zwar nicht in allen Punkten so gelaufen wie wir es geplant haben, aber es heißt nicht umsonst: „Der Mensch denkt und Gott lenkt.“

  Für die Bewahrung und den Segen sind wir jedem dankbar, der uns mit Gebet und Spenden unterstützt hat.