Zeugnis Witali Melnik, 48 Jahre

 

 

  Ich heiße Witali und bin 48 Jahre alt. Früher war ich Alkohol- und Rauschgiftsüchtig. So weit ich mich zurückerinnern kann, habe ich immer geraucht, ich habe bereits in der frühen Kindheit angefangen zu rauchen. In der achten Klasse war ich von Zigaretten voll abhängig. Mit dem Trinken fing es schon mit dem 16 Lebensjahr an. Ich bin ein schüchterner Mensch, aber nach dem Alkoholgenuss wurde ich unerschrocken und selbstbewusst. Zuerst hat mir das gefallen, aber es wurde allmählich zur Gewohnheit. Der Dienst beim Militär in der Sowjetarme hat mir eine Zeitlang geholfen, zwei Jahre vergingen ohne Alkohol. Nach dem Wehrdienst habe ich geheiratet und wir wurden mit Kindern gesegnet. Ich hatte eine Arbeit, die mir Spaß machte und die ich liebte. Es schien so, als ob sich das Leben gut zusammenfügt alles gut geht. Aber der Alkohol machte sein Werk. Ich war immer öfter betrunken. Letztendlich habe ich regelmäßig meinen Lohn versoffen, immer öfter gab es zuhause Probleme. Von der Arbeit wurde ich entlassen. Ich habe mir andere Arbeitsplätze gesucht, bei denen ich aber nicht lange bleiben konnte. Zuletzt waren es nur noch Gelegenheit-Jobs. Im Jahr 2006 ist meine Frau gestorben. Die Kinder hat meine Schwiegermutter zur Erziehung übernommen. Mein Elend habe ich versucht mit Alkohol zu überwinden. Ich habe mich von allem und jedem isoliert. Gute Freunde habe ich verloren, auch meine Kinder wollten von solch einem wie mir nichts hören. Nun kamen „neue Freunde“ - Alkoholiker, mit denen ich zuhause soff. Dadurch entstanden Probleme mit der Polizei und Behörden und schließlich auch mit Gerichten. Mein Leben kam herab, bis auf die unterste Stufe. Allmählich starb ich geistig und körperlich. Jede Hoffnung auf eine Veränderung hatte ich verloren.

  Mein jüngster Bruder wahr gläubig. Er sagte mir, dass es eine Rettung gibt. Und die ist nur im Glauben an Gott. Er hat mir empfohlen, mich an Gott zu wenden. Diese Information nahm ich sehr skeptisch auf, war aber einverstanden, in ein Rehazentrum zu fahren. Mein einziges Ziel war frei zu werden von der alkoholischen Gefangenschaft -an Gott dachte ich damals nicht und mit seiner Hilfe rechnete ich auch nicht. Bei der Ankunft im Zentrum fand ich mich unter meines gleichen wieder: Männer wie ich, mit den gleichen Problemen. Ich hörte ihre Zeugnisse, ihre Gebete und in meinem Herzen begann sich etwas zu ändern.

  Als ich am nächsten Tag merkte, dass ich kein Verlangen nach Alkohol und Zigaretten verspürte, begriff ich, dass es einen lebendigen Gott gibt, dass Er Realität ist. Nach einer Woche war ich eine wiedergeborene Seele, ich konnte das Rehaprogramm erfolgreich beenden. Gott befreite mich vollständig von meinen Abhängigkeiten. Er hat meinen kranken Körper aufgebaut, geheilt. All meine Ängste und Befürchtungen sind weg. Er hat in mein Herz das Verlangen gelegt, ihm zu dienen. Ich konnte den Bund des guten Gewissens mit Gott schließen durch die Wassertaufe.

  In diesem neuen Leben habe ich noch niemals bereut, das ich mich entschieden habe mit Gott zu leben. Ich habe nichts verloren, im Gegenteil: ich habe Brüder und Schwestern bekommen, neue Freunde. Meine Beizungen mit den Verwandten haben sich normalisiert. Mein Leben hat einen Sinn: ich blieb im Rehazentrum um solchen Menschen, wie ich mal einer war zu dienen und sie zu unterstützen, ein neues Leben zu finden und frei zu werden. Gott sei dank.

  Amen